Die App lässt sich nur starten, wenn Internet und GPS sowie die Standortfreigabe aktiviert sind. Zu Beginn erscheint eine Anzeige verschiedener populärer Worlds. Man bekommt so einen guten Eindruck, welche Möglichkeiten der Browser bietet und kann auswählen, welche Information man sehen möchte. Es erscheinen vor allem Location Based Services wie zum Beispiel interessante Orte und in der Umgebung gepostete Information sowie Augmented Reality Spiele. Wählt man eine der Geolocation-Worlds, so werden graue Balken eingeblendet, die anzeigen, wo sich Points of Interest befinden. Neben einem Symbol für die angezeigte Rubrik enthalten diese Balken den Namen der angezeigten Location sowie die Entfernung. Ähnlich wie bei der Layar App erscheint ein Kompass in der linken oberen Ecke des Displays, der anzeigt, in welchen Richtungen sich weitere Punkte der gesuchten Rubrik befinden. Liegen mehrere Symbole übereinander (was aufgrund der Größe der grauen Balken häufig vorkommt), so kann man sich mit einem Tippen auf den obersten Balken alle Informationen anzeigen lassen. Die übereinander liegenden Balken springen auseinander und die so ausgewählten Punkte erscheinen orange in der Kompassansicht. Man kann nun durch etwas längeres Tippen auf einen der Balken eine Information auswählen oder mit einem Tippen auf den Button „Abbrechen“ zur dreidimensionalen Ansicht zurückkehren. Tippt man etwas länger auf einen Balken, so färbt sich dieser orange und es öffnet sich ein Fenster mit zusätzlicher Information am unteren Displayrand. Durch die Färbung erkennt man auch bei einer hohen Dichte von Symbolen, zu welchem Punkt die eingeblendete Detailinformation gehört. Ein weiteres hilfreiches Feature ist ein orangener Pfeil, der erscheint, wenn man sich so stark bewegt hat, dass der gerade ausgewählte Balken nicht mehr im Display angezeigt wird. Der Pfeil zeigt an, in welcher Richtung sich der zur eingeblendeten Detailinformation gehörige Balken und somit der Point of Interest befindet.
Neben gewöhnlichen Geolocations wie Restaurants und Sehenswürdigkeiten bietet Wikitude die Möglichkeit, sich in der Umgebung stattfindende Events oder von anderen Nutzern gepostete Inhalte (wie beispielsweise eine virtuelle Flaschenpost) anzeigen zu lassen. Dies zeigt, dass Location Based Services nicht unbedingt an Gebäude gebunden sind. Auch viele der von Wikitude angebotenen Spiele nutzen ortsbasiertes Tracking. So werden für das Spiel wichtige Objekte virtuell in der Umgebung des Spielers platziert und dieser muss sich erst zu den festgelegten realen Orten begeben, bevor weitere Spielaktionen stattfinden können. Der Radius, in dem sich die virtuellen Objekte befinden, kann hierbei zwischen Zentimetern bis hin zu einigen Kilometern variieren.
Natural Feature Tracking wird seit einigen Jahren ebenfalls von Wikitude genutzt, dennoch zeigt die App eine stärkere Performance beim ortsbasierten Tracking, welches für die meisten Worlds genutzt wird. In der Rubrik Entwickeln wird noch einmal genauer auf Natural Feature Tracking bei Wikitude eingegangen.

Wie bereits erwähnt liegen die Stärken der Wikitude App in den vielfältigen Möglichkeiten der ortsbasierten Inhalte. Das User-Interface ist sinnvoll gestaltet und lässt sich in der Praxis auch mit mobilem Internet sehr gut nutzen. Neben der Augmented Reality Ansicht gibt es eine Karten und eine Listenansicht, die man in der rechten oberen Ecke des Displays auswählen kann. Besonders wenn man sich einen Überblick über die in der Umgebung vorhandenen Locations machen möchte, kann die nach Entfernung sortierte Listenansicht sehr hilfreich sein. Zu erwähnen ist noch, dass es in der Wikitude App Werbung gibt, die in Form eines virtuellen Zeppelins durch die Augmented Reality Ansicht schwebt. Dies ist bisweilen amüsant, kann aber bei längerer Nutzung lästig werden.

Points of Interest in der Nähe
Mehrere übereinanderliegende Points of Interest werden durch Antippen getrennt dargestellt.
Information zur ausgewählten Location
Der orangene Pfeil zeigt an, in welcher Richtung sich die ausgewählte Location befindet


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