Um Augmented Reality Systeme umzusetzen, wird eine Reihe von Elementen benötigt. Zunächst braucht man eine Kamera, um die Realität "einzufangen". Je nachdem wie die Erkennung der Realität erfolgt, wird das Kamerabild nur benutzt, um die virtuellen Objekte darauf einzublenden, oder auch um mithilfe des Bildes tatsächlich zu erkennen, was der Benutzer gerade sieht. Außerdem werden in der Regel ein Gyroskop (digitaler Kompass) zur Messung der Orientierung im Raum sowie ein Accelerometer zur Messung der Ausrichtung und Beschleunigung des Gerätes benötigt. Um zu erkennen, was der Nutzer gerade sieht und damit welche virtuelle Information bereitgestellt werden soll, muss die Realität „getrackt“ werden. Dabei unterscheidet man verschiedene Formen des Trackings. Das markerbasierte Tracking erfolgt mithilfe eines in seiner Form sehr klar definierten zweidimensionalen Objekts, dem sogenannten Marker. Dieser kann anhand des Kamerabildes und entsprechender Bildverarbeitungsprogramme erkannt werden. Dem Marker wird vom Entwickler ein bestimmter Inhalt zugewiesen.1 Natural Feature Tracking funktioniert ähnlich, allerdings wird hierbei ein komplexeres Bild erkannt, während es sich bei Markern in der Regel um einfache graphische Formen handelt. Das vom User fotografierte oder gefilmte Vergleichsbild wird beim markerbasierten und beim Natural Feature Tracking mit einem gespeicherten Referenzbild verglichen. Ortsbasiertes Tracking (auch "Location Based Services") erfolgt mithilfe der GPS-Position des AR Systems. Anhand der Position auf der Erde sind Rückschlüsse auf Objekte in der Umgebung des Nutzers möglich. Je nachdem welche Form des Trackings verwendet wird, bedarf es also eines Marker-Objekts, eines Bildes oder eines GPS-Sensors. Nichtzuletzt benötigt man Hardware zur Verbindung der virtuellen und der realen Elemente. Bei visueller Realitätserweiterung nutzt man dazu ein Display, für die sensorische Form werden vibrierende Module verwendet und für die auditive Form Lautsprecher. Des Weiteren darf natürlich entsprechende Software sowie ein starker Prozessor nicht fehlen. Auch Zugang zum Internet ist heute für die meisten Anwendungen nicht zu entbehren.


1 Auch ein QR- oder Barcode ist eine Art Marker, allerdings kann diesen Formen keine beliebige Information zugewiesen werden, sondern sie codieren eine bestimmte Kombination aus Buchstaben/Ziffern. Diese kann mithilfe von entsprechenden Programmen entschlüsselt und im Display angezeigt werden. Richtige Marker bieten den Vorteil, dass der zugehörige Inhalt beliebig aktualisiert und verändert werden kann.


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