Startet man die App, so erscheint zunächst das Kameradisplay mit der Aufforderung zum Scannen der Umgebung. Tippt man in das Kameradisplay, so beginnt die App den Gegenstand im Kamerafokus zu erfassen. Während des Scanvorgangs werden die Kanten des Objekts hervorgehoben dargestellt, sodass der Nutzer über das Display mitverfolgen kann, ob und wie der Erkennungsvorgang stattfindet. Ist kein Internetzugang vorhanden, wird die App nun eine Fehlermeldung geben, da die zugehörige Information über das Internet bereitgestellt wird. Wurde das gescannte Objekt erkannt, wird die damit verbundene Information im Kameradisplay über das Objekt gelegt. Bei Printmedien ist dies häufig ein Video, was entweder automatisch beginnt oder mit dem Play-Button gestartet wird. Leider gibt es noch keine deutschen Zeitschriften, die ihr Angebot mit Layar erweitern. Man kann aber sehr gut Abbildungen von Covern niederländischer oder amerikanischer Zeitschriften (vom Bildschirm) scannen oder beispielsweise die Geld-Scan Funktion testen, die neben einem Quiz zur jeweiligen Währung auch Links zu Shoppingwebsites bietet. Unterstützt werden dabei Euro, US- und Kanadische Dollar, britische Pfund, indische Rupien und thailändische Baht. In den Niederlanden kann man neben Zeitschriften beispielsweise auch Werbeplakate scannen und erhält dadurch exklusive Zusatzinformationen.

Layar nutzt aber nicht nur Natural Feature Tracking, sondern bietet auch Layers an, bei denen Standortinformationen für ortsbasiertes Tracking genutzt werden. Um diese Location Based Services nutzen zu können, muss das GPS eingeschaltet sein. Über das Menü, das man über den Layar-Button in der linken oberen Ecke erreicht, kann man unter dem Menüpunkt Geo-Ebenen entsprechende Layers auswählen. Entweder wählt man eine aufgrund des Standorts empfohlene Ebene, lässt sich schon früher verwendete Ebenen anzeigen oder man sucht nach neuen Ebenen. Wählt man dann eine Rubrik, so bekommt man Informationen zu umliegenden Restaurants, Sehenswürdigkeiten, etc. in Form kleiner Symbole ins Kameradisplay eingeblendet. Außerdem zeigt ein kleiner Kompass, in welchen Richtungen sich sogenannte POIs (Points of Interest) befinden. Tippt man auf ein Symbol, so erscheint am unteren Rand des Displays Information dazu und der zugehörige Punkt im Kompass färbt sich blau. Tippt man wiederum auf diesen Informationskasten, erscheint weitere Information. Rechts oben im Display kann man verschieden Einstellungen zu den eingeblendeten Informationen vornehmen. So kann man beispielsweise den Radius der maximalen Entfernung der POIs verändern. Standardmäßig ist dieser in den meisten Layers auf 500m gesetzt, er lässt sich aber auf bis zu 2,5km erweitern.

Insgesamt läuft die Layar App stabil und zeigt besonders beim Natural Feature Tracking eine starke Performance. Die gescannten Objekte werden in der Regel schnell und richtig erkannt und die zugehörige Information in Echtzeit über die Realität gelegt. Bewegt man das Smartphone, so bewegt sich auch der erweiterte Inhalt zuverlässig mit, sodass sich die Information immer an der „richtigen“ Stelle befindet. Die Scanfunktion lässt sich nicht nur für markerbasiertes und Natural Feature Tracking nutzen, sondern man kann damit auch QR-Codes lesen. Leider läuft der ortsbasierte Ansatz nicht so stabil und die zusätzliche Information wird teilweise nur eingeblendet, wenn man das Smartphone auf den Boden richtet. In der Praxis ist dies jedoch nicht so gravierend, da es neben der Augmented Reality Ansicht auch eine Kartenansicht gibt, zu der man wechseln kann.

Startseite der Layar App
Hervorhebung der Kanten während des Scanvorgangs
Die gescannte Zeitschrift wurde erkannt und der zugehörige Inhalt wird eingeblendet.
Menü
Anzeige von Sehenswürdigkeiten in der Nähe


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