Augmented Reality ist die digitale Anreicherung der Realität mit zusätzlichen sensorischen Informationen. Sehr häufig erfolgt diese Erweiterung auf visueller Ebene. Dabei wird die Realität durch ein Display mit virtueller Information überlagert. Augmented Reality kann aber auch auditiv (anhand akustischer Signale wie einfachen Tönen oder gesprochener Sprache) oder taktil (durch Stimulation der Haut mithilfe vibrierender Module) erfolgen.
Erste Versuche, Augmented Reality zu definieren, wurden in den 1990er Jahren unternommen. Paul Milgram [1] und seine Kollegen beschrieben 1994 das Realitäts-Virtualitäts-Kontinuum, bei dem reale und virtuelle Umgebung an zwei Enden eines Kontinuums liegen. Dazwischen befindet sich die gemischte Realität, die Elemente beider Umgebungen vereint. Die Augmented Reality liegt hierbei näher an der Realität, da sie durch mehr reale als virtuelle Informationen gekennzeichnet ist. Im Gegensatz dazu steht die Augmented Virtuality, welche die Einbettung von realen Informationen in eine virtuelle Umgebung bezeichnet und somit einen höheren Anteil an virtuellen Elementen aufweist.


Abb.1 Realitäts-Virtualitäts-Kontinuum, Milgram et al.

Die bekannteste Definition für AR stammt von Ronald Azuma [2] und beschreibt Augmented Reality Systeme durch die folgenden drei Merkmale:

  • Augmented Reality ist eine Kombination von realen und virtuellen Elementen
  • Augmented Reality Systeme sind interaktiv in Echtzeit
  • Die Verbindung von virtueller und realer Information erfolgt dreidimensional

Diese Definition beschreibt gut, was klassische Augmented Reality Anwendungen ausmacht; gleichzeitig wird so aber auch eine recht scharfe Grenze gezogen. In der Praxis sind die Übergänge häufig fließend und es wird immer wieder diskutiert, welche Anwendungen und Systeme nun unter den Begriff fallen und welche nicht. Für die Praxis sind diese Begriffsstreitigkeiten jedoch weniger relevant.


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